Neue Scheine braucht das Land
Matterhorn, Rigi oder doch der Margelkopf? Was genau auf der nächsten Banknotenserie des Schweizer Frankens zu sehen sein wird, ist noch ungewiss. Klar ist hingegen, dass sich auch die Banken akribisch auf den bevorstehenden Wechsel vorbereiten werden. Denn sie spielen dabei eine zentrale Rolle.
Startschuss für die neuen Franken
Während die aktuellen Frankenscheine noch munter im Umlauf sind, arbeitet die Schweizerische Nationalbank (SNB) weiter an deren Austausch. In Kürze fällt der Startschuss für den Gestaltungswettbewerb, bei dem zwölf ausgewählte Gestalterinnen und Gestalter ihre Ideen für die nächste Generation der Banknoten einreichen. Ihre Aufgabe: die perfekte Kombination aus Sicherheit, Funktionalität und einem Design, das den Charakter der Schweiz einfängt. Bereits im Herbst 2025 sollen die ersten Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert werden. Doch bis die neuen Scheine ihre Vorgänger tatsächlich ablösen, wird es noch dauern: Erst in den frühen 2030er-Jahren sollen die neuen Scheine den Alltag erobern.
Eine Frage der Sicherheit
Dass die aktuelle Serie so vergleichsweise früh abgelöst wird, hat einen bestimmten Grund: Sicherheit. Auch wenn bargeldloses Zahlen immer beliebter wird – viele Einwände gegen neue Banknoten kommen von dieser Seite – dürfen Banknoten nicht vernachlässigt werden. Die Anforderungen an deren Sicherheit steigen mit den wachsenden Möglichkeiten der Betrüger. Hier möchte die SNB proaktiv entgegenwirken. Hinzukommt, dass so ein Umtausch Zeit braucht.
Schlüsselrolle für die Banken
Apropos Umtausch – hier spielen die Banken eine zentrale Rolle. Sie sorgen dafür, dass die neuen Banknoten in Umlauf gebracht und die alten sukzessive aus dem Verkehr gezogen werden. Bis dahin heisst es jedoch, sich gut vorzubereiten: Um Betriebsstörungen zu vermeiden, benötigen Banken ein bis zwei Jahre Vorbereitungszeit. IT-Systeme und Mitarbeitende müssen auf die neuen Sicherheitsmerkmale geschult und die Kundinnen und Kunden frühzeitig informiert werden. Ein komplexer Prozess also, der sorgfältig geplant und koordiniert werden muss.
Nichts Neues
Der anstehende Planungsprozess und schliesslich der Austausch der aktuellen Banknoten sind für die liechtensteinischen Banken jedoch nichts Neues. In den 100 Jahren seit Beginn der Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz hat die SNB fünf Hauptserien herausgegeben. So etwa während des Zweiten Weltkriegs oder zuletzt 2016 mit der Einführung der aktuellen «Serie F».
Mit oder ohne
Wer beim Bezahlen Handy, Karte und Co. bevorzugt, muss aber nicht zurückstecken. Auch hierfür haben die Banken die passenden Zahlungssysteme. Und am Design der neuen Scheine kann man sich ja so oder so erfreuen.
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