Mit vereinten Kräften für die Arten- und Lebensraumvielfalt am Binnenkanal

Vaduz, 28. April 2026. Freiwillige der Liechtensteinischen Landesbank AG (LLB) und der Studierendenorganisation oikos (Universität St. Gallen) haben vergangenen Mittwoch am Binnenkanal in Vaduz rund 150 einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt. Ziel der Aktion war es, die Lebensbedingungen wassergebundener Tierarten zu verbessern und die Lebensraumvielfalt zu fördern. Die fachliche Leitung übernahmen der Landesforstbetrieb vom Amt für Umwelt und die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU).

MM 28042026

 

Der Binnenkanal wurde im vergangenen Jahrhundert angelegt, um Wasser möglichst schnell von Süden nach Norden abzuleiten. Heute ist er zugleich ein beliebtes Naherholungsgebiet der Liechtensteiner Bevölkerung. Dank seines klaren Wassers stellt der Kanal zudem einen wertvollen Lebensraum dar. In den vergangenen Jahren wurden deshalb erste Revitalisierungen umgesetzt, um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Verbesserungsbedarf besteht weiterhin aus ökologischer Sicht: Insbesondere Fischen mangelt es derzeit an Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten, sie haben sich deshalb Grossteils aus dem Gewässerabschnitt zurückgezogen.

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Genau hier setzte die gemeinsame Umweltaktion von LLB und oikos an. Innerhalb eines Nachmittags pflanzten die rund zwei Dutzend Freiwilligen fast 150 einheimische Sträucher und Bäume, darunter Kreuz-, Schwarz-, Sanddorn und Hundsrosen in den trockenen Uferböschungen sowie Weiden und Erlen in Gewässernähe. Unter der fachlichen Anleitung des Landesforstbetriebs wurde jede Jungpflanze mit einem Biberschutz versehen. Die LGU vermittelte fundiertes Hintergrundwissen zur Revitalisierung des Binnenkanals und zeigte auf, wie diese Massnahme die Artenvielfalt in Liechtenstein wirkungsvoll fördert. Künftig sorgen die neuen Pflanzen für mehr Beschattung und schaffen auf diese Weise Rückzugsräume für Fische und andere Tiere. Damit werden die Lebensbedingungen für wassergebundene Arten nachhaltig verbessert. Die neu gepflanzte Ufervegetation stellt zugleich einen wichtigen Schutz dar – sie stabilisiert die Ufer, bietet Erosionsschutz und schützt besser vor Hochwasserspitzen.

"Der Einsatz zeigt exemplarisch, wie technische Infrastruktur, menschliche Nutzung und Naturschutz miteinander in Einklang gebracht werden können – und wie durch gemeinsames Engagement konkrete Verbesserungen für die Natur erzielt werden", so Elias Kindle, Geschäftsführer der LGU.

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Die Initiative für den Aktionstag ging von der Studierendenorganisation oikos St. Gallen aus. Die Organisation engagiert sich mit konkreten Projekten dafür, Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen erlebbar zu machen und zu fördern. «Ein herzliches Dankeschön an oikos für die Initiative. Als LLB verstehen wir Nachhaltigkeit ganzheitlich: Wir engagieren uns für Umwelt und Natur ebenso wie für das gesellschaftliche Miteinander – heute und für kommende Generationen. Gemeinsam mit motivierten Studierenden haben wir einen kleinen Beitrag in Richtung Lebensraumverbesserung in Liechtenstein geleistet», freut sich Konstantin Lübbe, Leiter Group Sustainability bei der LLB.

Unterstützt wurde der Aktionstag durch das Amt für Umwelt – insbesondere durch die Mitarbeitenden des Landesforstbetriebs – und das Amt für Bevölkerungsschutz. Die Initiative zur Lebensraumaufwertung zeigt, wie wertvoll das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentlichen Stellen ist. Naturnah gestaltete Ufer fördern die Biodiversität im Land und leisten einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Lebensräumen.

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