Technologieperle Inficon
Mit der allgemeinen Unsicherheit im Halbleiterbereich hat auch die Inficon-Aktie gelitten. Der Kurs scheint sich nun jedoch langsam wieder zu erholen. Aus fundamentaler Sicht sehen wir Inficon langfristig positiv und denken, dass die Erholung weitergehen kann.
Die in Bad Ragaz beheimatete Inficon stellt Vakuum-Messgeräte her, die unter anderem bei der Produktion von Kühlschränken, bei der Ausrüstung für die Halbleiterindustrie sowie in der Sicherheitsindustrie (vor allem im US-Militär) verwendet werden. Inficon investiert viel in die Forschung – rund 9 Prozent des Umsatzes – und erzielt dank innovativer Produkte hohe EBIT-Margen. Inficon beschäftigt über 1'000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 374 Millionen US-Dollar. Als Nummer 1 und 2 in den jeweiligen Märkten verfügt Inficon im Bereich Vakuum-Messgeräte über eine hervorragende Marktposition mit teilweise über 50 Prozent Marktanteil. Das zeigt sich auch in konstant zweistelligen Renditen auf das investierte Kapital (ROIC). Inficon hat in den letzten zehn Jahren stets hohe Free-Cashflows erzielt. Davon profitiert der Aktionär dank einer attraktiven Dividendenpolitik direkt. Aktuell beträgt die Dividendenrendite über 4 Prozent. Die Bilanz von Inficon ist mit einem Eigenkapitalanteil von über 70 Prozent äusserst solid. Für zusätzliche Dynamik könnten in nächster Zeit neue Produkte in den Märkten Lebensmittelverpackung und Gasleitungen sorgen. Auch die Produktion von Batterien für elektrische Autos erfolgt grösstenteils unter Vakuum, womit sich für Inficon ein weiterer Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial eröffnet hat. Insgesamt überzeugt uns Inficon als sehr solider Nischenplayer mit hoher Profitabilität und attraktiver Dividende.
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