E-Sport – schneller, höher, weiter…
Vergessen Sie Muskeln aus Stahl – die am schnellsten wachsende Sportart benötigt schnelle Finger und einen Bildschirm. Bei E-Sport geht es um alle möglichen Arten von Videospielen, vor allem solche mit Mehrspielermodus, um Wettkämpfe auszutragen.
Global, schnell wachsend, wohlhabend, millennial – Spieler kämpfen über das Internet mit ihren virtuellen Avataren in grossen Arenen gegeneinander und rund 220 Millionen Menschen schauen dabei zu. In der akademischen westlichen Welt werden diese Wettbewerbe noch immer auf «Ego-Shooter-Spiele» reduziert, obwohl das heute neben Sport- und Strategiespielen nur noch auf ein schmales Spektrum zutrifft. Längst ist diese Szene bereits zu einer Milliardenindustrie geworden. Sie hat alles, was eine professionelle Sportart ausmacht: Preisgelder in Millionenhöhe und die Übertragung an ein Millionenpublikum inklusive der Medienrechte. An den Asian Games 2022 wird E-Sport eine offizielle Sportart sein, und sogar das olympische Komitee prüft die Eignung als Disziplin. Selbst an den US-Universitäten erlebt die Sportart einen kometenhaften Aufstieg: 2020 dürften Eishockey und Basketball in der Beliebtheit abgelöst werden. Rund 40 Prozent des Milliardenkuchens gehen an das Sponsoring. Das hat zum Beispiel Gillette bereits erkannt. Doch auch als Anleger kann man davon profitieren. Über 50 Prozent der E-Sport-Fans befinden sich in der Asien-Pazifik-Region. Knapp 60 Prozent der Gamer betreiben ihre Passion über den PC oder die PlayStation und 20 Prozent über das Smartphone oder die Wii. Die chinesische Tencent fokussiert sich auf soziale Medien und ist an zwei der erfolgreichsten E-Sport-Spiele beteiligt. In China wurde eine erfolgreiche Vermarktungskampagne gestartet. Zudem sollten die japanischen Spielegiganten Sony und Nintendo im Konsolengeschäft und Bandai Namco mit dem Spiel Dragonball punkten. Der grosse Vorteil bei den japanischen Protagonisten: Sie sind attraktiv bewertet und haben eine überdurchschnittliche Free-Cashflow-Rendite. Höher – das gilt auch bei den Aktienkursen.
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